Kategorie: Sommer

Jeansrock im zweiten Anlauf – ein blaues Redesign

Obwohl ich auch gerne einfache Da-kann-man-nix-falsch-mit-machen-Basics nähe, mag ich es besonders, auch mal mit ungewohnten Farben, Materialien und Schnitten zu experimentieren. Manchmal führt das zu richtigen Aha-Erlebnissen, weil mir ein Teil viel besser gefällt als ich erwartet hätte. Es gibt aber auch Fehlversuche, bei denen ganz schnell klar ist, dass ich sie nie tragen werde. Die schaffen es gar nicht erst in den Kleiderschrank (und schon gar nicht auf den Blog), sondern werden gleich verschenkt oder wieder aufgetrennt. Weiterlesen

Wie man aus einem weißen Shirt eine echte Herausforderung macht – Split-Back-Kimono-Shirt

Das war ja klar: Nach „Och, Weiß. Ist ja einfach.“ folgte ein „Oh, Weiß. Weiß ich jetzt auch nicht.“ Klar hätte ich für die 12 Colours of Handmade Fashion von Tweed & Greet diesen Monat einfach noch eine weiße Bluse oder noch ein weißes T-Shirt nähen können. Aber es soll ja eine Challenge sein. Und weil ich Herausforderungen liebe, wollte ich eben nicht etwas, das schon in x-facher Variation im Kleiderschrank hängt. Weiterlesen

Mélodie, Moderegeln und Mädchenfreundschaften. Über ein Jerseykleid

carmenkleid_schneidersitz_1

Mélodie und ich lernten uns im Frühjahr kennen. Aus einer eher zufälligen Begegnung und anfänglichen Vorurteilen ist mittlerweile eine enge Freundschaft geworden. Wie es dazu kam:

Für die warmen Tage wollte ich mir ein schönes leichtes Kleid nähen. Mélodie war eigentlich nur das Probekleid, genäht mit einer großen Portion Skepsis. Obwohl ich auf Probekleider sonst in der Regel verzichte (nicht aus Faulheit, sondern weil ich es langweilig finde, zweimal hintereinander das Gleiche zu nähen), hatte ich mich dieses Mal doch für eine Testvariante entschieden. Das lag zum Teil daran, dass ich mich – wie bei jedem Kleiderschnitt – zwischen drei Größen bewegte und die Erfahrungsberichte, die ich zu diesem speziellen Schnitt fand, die Entscheidung auch nicht leichter machten.

Der eigentliche Grund meines Zögerns aber war – und jetzt kommen wir zu einem für viele sicher schockierenden Bekenntnis: …hinsetzen, tief durchatmen, weiterlesen…

Musterschülerin. Oder: Warum meine neue Bluse lieber eine Hose sein wollte.

Inka-Hose_Schneidersitz_1

Ich habe eine Art Musterphobie. In meinem Kleiderschrank gibt es fast nur Einfarbiges – abgesehen von Streifenshirts (Aber das zählt nicht, oder?) und ein paar sehr dezenten Ton-und-Ton-Mustern. Obwohl mir gemusterte Kleidungsstücke eigentlich oft gut gefallen – auf dem Bügel, oder an anderen. Aber an mir? Schwierig. Allerdings versuche ich gerade mich selbst zu therapieren. Neulich fand ich bei Stoff und Stil in Köln diesen sehr schönen Viskose-Webstoff mit blau-weißem Rauten-Muster. Perfekt für eine Bluse, dachte ich mir. Zuhause vor dem Spiegel drapierte ich ihn dann noch mal um meine Schultern und begann zu zweifeln. Vielleicht doch ein bisschen viel, irgendwie erschlägt dich das. Vielleicht wenn keine Ärmel dran sind? Und der Ausschnitt tiefer? Oder ich mach ’nen Kimono draus, dann kann ich noch was Einfarbiges drunter tragen? Ich grübelte ein paar Wochen lang, bis mir dann neulich an den heißen Tagen auf der Straße immer mal wieder Frauen in bunt gemusterten Hosen auffielen. Damit konnte ich mich dann schon mehr anfreunden. …weiterlesen..