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Nähen macht glücklich. Yoga auch.


Nähen ist mein Yoga – zu diesem Hashtag gibt es mehr als siebzigtausend Bilder auf Instagram. Auch auf Kaffeebechern und Einkaufsbeuteln habe ich den Spruch schon gesehen. Aber immer wenn ich ihn lese, bin ich skeptisch. Denn eigentlich bedeutet er doch, dass man, wenn man näht, kein Yoga braucht. Und das wiederum hieße, ich müsste auf eines meiner beiden Lieblingshobbies verzichten. Geht gar nicht. Denn für mich ist es so, dass Nähen Yoga nicht ersetzt, sondern ergänzt. Klingt komisch? Vielleicht, aber tatsächlich gibt es einiges, was ich vom Yoga für’s Nähen gelernt habe und umgekehrt. Zum heutigen Weltyogatag (gibt’s wirklich) zeige ich Euch deshalb nicht nur mein neues Yogaoutfit in Aktion. Ich mache mir auch ein paar Gedanken über glückliche Näh-Yogis und meditatives Nahtauftrennen.Weiterlesen

Ein Islandpullover mit internationalen Beziehungen

Islandpullover - Schneidersitz

Blogs zu lesen bildet. Oder es verwirrt. Oder – wie in meinem Fall – beides. Ich hatte nämlich einen Norwegerpullover gestrickt. Dachte ich zumindest, bis ich Fröbelina-Katharinas tollen Pullover sah. Einen Lopapeysa oder auch Islandpullover. „Manchmal“, sagt Wikipedia, „wird er auch fälschlich als Norwegerpullover bezeichnet, obwohl Norweger in Machart und Muster anders sind.“ Upps. Peinliche Bildungslücke. Tatsächlich sind beide Arten ziemlich deutlich zu unterscheiden, was ich allerdings jahrzehntelang ignoriert habe. Sollte ich jemals nach Island kommen, werde ich wahrscheinlich von Trollen in einen Geysir geworfen, zur Strafe weil ich die isländische Strickkunst missachtet und jegliche Art von mehrfarbigem Strickmuster den Norwegern zugeschrieben habe. Ich bitte an dieser Stelle auch gleich die Schotten um Entschuldigung – wegen Fair Isle und so.Weiterlesen

Im R-Rausch – Ringelraglan, Reißverschluss und rote Rosen

Ringelraglanshirt und roter Reissverschlussrock

Bei meiner Schrankinspektion vor ein paar Wochen hatte sich ja herausgestellt, dass ich unbedingt mehr Oberteile brauche. Als Lisa von Stoffreise dann das R als Oktober-Buchstaben der 12 letters of handmade fashion zog (Ihr tolles Video dazu ist das Kontrastprogramm zum schmuddeligen Herbstwetter), war mir sofort klar, dass es ein Raglanshirt werden muss – am besten mit Ringeln. Aber weil das so naheliegend und einfach war, fand ich es auch irgendwie langweilig und rollte das R noch eine Weile in meinem Kopf, bis ich förmlich in einen R-Rausch geriet. Weiterlesen