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Musterschülerin. Oder: Warum meine neue Bluse lieber eine Hose sein wollte.

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Ich habe eine Art Musterphobie. In meinem Kleiderschrank gibt es fast nur Einfarbiges – abgesehen von Streifenshirts (Aber das zählt nicht, oder?) und ein paar sehr dezenten Ton-und-Ton-Mustern. Obwohl mir gemusterte Kleidungsstücke eigentlich oft gut gefallen – auf dem Bügel, oder an anderen. Aber an mir? Schwierig. Allerdings versuche ich gerade mich selbst zu therapieren. Neulich fand ich bei Stoff und Stil in Köln diesen sehr schönen Viskose-Webstoff mit blau-weißem Rauten-Muster. Perfekt für eine Bluse, dachte ich mir. Zuhause vor dem Spiegel drapierte ich ihn dann noch mal um meine Schultern und begann zu zweifeln. Vielleicht doch ein bisschen viel, irgendwie erschlägt dich das. Vielleicht wenn keine Ärmel dran sind? Und der Ausschnitt tiefer? Oder ich mach ’nen Kimono draus, dann kann ich noch was Einfarbiges drunter tragen? Ich grübelte ein paar Wochen lang, bis mir dann neulich an den heißen Tagen auf der Straße immer mal wieder Frauen in bunt gemusterten Hosen auffielen. Damit konnte ich mich dann schon mehr anfreunden.Weiterlesen

Ein fast schon kalligrafischer V-Ausschnitt

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Gemusterte Stoffe, ausgefallene Knöpfe, Ziernähte und Volants: alles so Sachen, die zwar ganz nett sind, auf die ich aber gut verzichten kann. Ausschnitte jedoch dürfen bei mir jede erdenkliche Form annehmen. Wer braucht schon einen banalen Rundhals, wenn er Wasserfall, U-Boot oder Karree haben kann. Klingt doch auch gleich viel aufregender. Oder eben V. Klingt nicht ganz so toll, geht aber vorne und hinten, groß und klein, breit, tief, mit was drunter oder auch nicht. Ist klar, was ich sagen will, oder?

Auf jeden Fall wusste ich bei diesem Raglanshirt aus der Burda 9/2014 schon beim Abzeichnen des Schnittmusters, dass ich es mögen würde. Weiterlesen