Die Yogatasche

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Eine gefühlte Ewigkeit lang habe ich meine Yogamatte in einer großen Beuteltasche transportiert, die ich mir mal in China gekauft hatte und die mit ihrem goldbunten Muster ein bisschen indisch und damit „yogamäßig“ aussah. Hab‘ ich mir zumindest eingeredet. Allerdings gab es zwei Nachteile: Die Henkel waren so kurz, dass die Tasche mir beim Radfahren immer von der Schulter rutschte, und die Yogamatte ragte halb aus dem Beutel heraus – blöd, wenn’s regnet.

Also musste eine „richtige“ Yogatasche her, in die nicht nur die Matte, sondern auch noch die darauf zu tragenden Klamotten passen. Nach erfolgloser Schnittsuche habe ich das Buch „Taschen – Moderne Klassiker nähen“ von Sue Kim (EMF Verlag) aus dem Regal gezogen, aus dem ich bereits zwei hübsche Taschen genäht habe (Eine zeige ich demnächst, die andere ist leider zwischenzeitlich einer ausgelaufenen Salatsauce zum Opfer gefallen).

Genäht habe ich die „Urbane Tragetasche“, allerdings um 10 cm verlängert. Dafür habe ich einfach an den entsprechenden Teil im Stoffbruch 5 cm hinzugefügt. Im Nachhinein hat sich gezeigt, dass es ruhig noch etwas mehr hätte sein dürfen. So passt die Matte gerade eben hinein.

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Die Materialien warteten alle schon eine ganze Weile auf ihren Einsatz. Den Außenstoff habe ich vor Jahren mal bei IKEA gekauft, ein schön stabiler Baumwollstoff. Innen habe ich Stoffreste verarbeitet, der graue war mal eine Hose. So ganz hundertprozentig passen die Farben nicht zusammen, aber wenn ich losgezogen wäre, um das perfekte Futter zu kaufen… Ihr kennt das sicher. Und da man als Yogi ja Aparigraha (das „Nicht-Horten“) anstreben sollte, war ich mal genügsam, mit dem, was der Schrank hergab.

Für ein bisschen mehr Farbe sorgt der rote Reißverschluss, den ich irgendwann mal vorsorglich aus der Rabattkiste bei Karstadt gefischt habe. Das Rot wird in den Steppnähten noch mal aufgenommen.Außer der kleinen Innentasche, in die meine Studiokarte passt, gibt es keine weitere Aufteilung. Mir reicht ein großes Fach, da ich (vor allem nach dem Sport) ohnehin nicht in der Lage bin, Ordnung in Taschen zu halten.

Praktisch ist der lange breite Gurt, mit dem man die Tasche quer über der Schulter tragen kann. Dadurch dass sie nicht die klassische Rollenform einer Yogamattentasche hat, lässt sie sich auch prima zweckentfremden. Die Falten auf der Vorderseite geben ihr etas mehr Volumen, so dass auch mal andere Sportsachen oder Wochenendgepäck verstaut werden könne. Und sogar mein Stativ passt rein. (Kurz hatte ich mal darüber nachgedacht, das auch im Namen dieser Tasche zu manifestieren, fand Yogativ- oder Stagatasche dann aber doch ziemlich dämlich.)

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Ich pack‘ dann mal meine Matte und mach die Heuschrecke. Namaste!

 

 

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